Kurt Mühlberger und Meta Niederkorn Bruck (Hg.)

Die Universität Wien im Konzert europäischer Bildungszentren

14.-16. Jahrhundert

(Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 56)

Wien/München 2010, 278 S.
26 s/w- u. 3 farb. Abb.
24 x 17 cm, Br.
Preis: € 49.80
Böhlau
978-3-205-78490-6 (A), 978-3-486-59224-5 (D)

Die von Herzog Rudolf IV. am 12. März 1365 gegründete Alma Mater Rudolphina hat das "Konzert europäischer Universitäten" um eine wesentliche Stimme erweitert. Nach der Prager Karlsuniversität (1347/48), dem ersten beständigen Generalstudium nördlich der Alpen, hatte eine Gründungswelle eingesetzt, die die Bildungslandschaft des Reiches und darüber hinaus entscheidend prägte. Durch die Mobilität von Lehrenden und Lernenden war die Einbindung in das internationale Netzwerk des Wissens gewährleistet.

 

Im Jahre 2007 wurde der Wiener Arbeitskreis für Universitätsgeschichte als eine Kooperation des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung und des Archivs der Universität Wien ins Leben gerufen und dazu international renommierte Historikerinnen und Historiker eingeladen. Es wurde versucht, den Standort des Wiener Studiums im großen "europäischen Orchester der Wissenschaft" zu bestimmen.

 


Inhaltsverzeichnis

 


    * Inhalt
    * Vorwort
    * Einleitung
    * Siglenverzeichnis

I. Gründung und Verankerung im Umfeld

    * Karl Ubl, Die Universität als Pfaffenstadt. Über ein gescheitertes Projekt Rudolfs IV. (S. 17–26)
    * Harald Berger, Personen, Lehrveranstaltungen und Handschriften aus der Frühzeit der Universität Wien (S. 27–36)
    * Christian Lackner, Wissen für den Hof. Die Universität Wien und der Hof der österreichischen Herzoge im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert (S. 37–51)
    * Kurt Mühlberger, Universität und Stadt im 14. und 15. Jahrhundert am Beispiel Wiens. Wesentliche Grundlagen und ausgewählte Szenen einer „konfliktbeladenen Harmonie“ (S. 53–83)

II. Lehrende, Lernende und Lehrinhalte

    * Christine Glassner, Wiener Universitätshandschriften in Melk. Bemerkungen zum Lehrbetrieb an der Artistenfakultät (S. 87–99)
    * Christian Hesse, Der Blick von außen. Die Anziehungskraft der spätmittelalterlichen Universität Wien auf Studenten und Gelehrte (S. 101–112)
    * Meta Niederkorn-Bruck, Die Stimme der Universität Wien im mehrstimmigen Satz des Wissenskonzertes im ausgehenden 15. und beginnenden 16. Jahrhundert (S. 113–140)
    * Ulrike Denk, Studentische Armut an der Universität Wien in der Frühen Neuzeit im Spiegel der Verfügungen der landesfürstlichen Behörden (S. 141–158)

III. Quellen und Quellenerschliessung

    * Peter Csendes, Universität und Stadt: Universitätsangehörige im Spiegel städtischer Quellen am Beispiel Wiens (S. 161–167)
    * Thomas Kühtreiber, Universitätsgeschichte aus Schutt und Scherben – Die Wiener Universität bis zur Errichtung der Jesuitenuniversität 1623–1654 aus archäologischer Sicht (S. 169–205)
    * Meta Niederkorn-Bruck, Die Universität und die Verschriftlichung ihrer Identität. Überlegungen zu den Acta Universitatis Vindobonensis (S. 207–212)
    * Johannes Seidl, Der Nachlass Paul Uiblein – eine bedeutende Quelle zur Erforschung der Frühgeschichte der Universität Wien. Ein Werkstattbericht (S. 213–219)

IV. Humanistische und Jesuitische Einflüsse

    * Helmuth Grössing, Die Lehrtätigkeit des Konrad Celtis in Wien. Ein Rekonstruktionsversuch (S. 223–233)
    * Marija Wakounig, Lukas Drinak alias iz Dobrepolj alias Gutenfelder alias Bonicampius alias Agathopedius (S. 235–244)
    * Gernot Heiss, Die Wiener Jesuiten und das Studium der Theologie und der Artes an der Universität und im Kolleg im ersten Jahrzehnt nach ihrer Berufung (1551) (S. 245–268)

    * Namenregister
    * Die Autorinnen und Autoren
    * Bildnachweis