Sébastien Rossignol und Anna Adamska (Hg.)

Urkundenformeln im Kontext

Formen der Schriftkultur im Ostmitteleuropa des Mittelalters (13.–14. Jahrhundert)

(Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 65)

2016, 207 S.,
5 Kt., 24 x 17 cm, Br.
Preis: € 30.00
ISBN 978-3-205-20285-1

Die hier publizierten Beiträge einer Tagung, die sich dem mittelalterlichen Urkundenwesen in den polnischen Fürstentümern und in Böhmen widmete, untersuchen mit besonderem Augenmerk auf die Arenga das Formular der von Fürsten, den Erzbischöfen von Gnesen/Gniezno und Adeligen ausgestellten Urkunden in seiner Genese und Aussage, die Kriterien der Anwendung einzelner Formeln, die Rolle der Schreiber und Notare wie auch der Formelbücher und stellen die Ergebnisse in den Kontext aktueller Forschungen zu Schriftlichkeit und Kommunikation. Die in deutscher und englischer Sprache abgefassten Studien eröffnen den Zugang zu wichtigen, aber auf internationaler Ebene viel zu wenig rezipierten Ergebnissen der ostmitteleuropäischen Forschung.

Inhalt

Siglenverzeichnis
Karten
Konkordanz der Toponyme
Acknowledgements

Sébastien Rossignol, Introduction: Text and Context – Preamble and Formulary, S. 19-33

Anna Adamska, Studying Preambles Today: A Paradigm Shift in Diplomatic?, S. 35-45

Mathias Lawo, Arengarum Index Karoli IV. (AIKIV.) – ein Projekt. Zugleich ein Beitrag zu den kanzleinahen Formelbüchern der Zeit Karls IV., S. 47-59

Tomáš Velička, Die Arengen königlicher Urkunden in Böhmen 1310–1419: Das Beispiel der für Städte ausgestellten Urkunden, S. 61-93

Sébastien Rossignol, Preambles and Politics: Ducal and Princely Charters in Silesia, Western Pomerania, and Rügen (ca. 1200–ca. 1325), S. 95-118

Marek L. Wójcik, Diploma Opoliense. Das Formular der Oppelner Herzogsurkunden im 13. Jahrhundert, S. 119-147

Zofia Wilk-Woś, Memoriae commendare. Memorative Arengen in den Urkunden der Gnesener Erzbischöfe im 14. Jahrhundert, S. 149-163

Adam Szweda, Das Urkundenformular der großpolnischen Ritterschaft im 13./14. Jahrhundert, S. 165-185

Benoît-Michel Tock, Conclusion, S. 187-190

Abstracts, S. 191-198
Verzeichnis der Autorinnen und Autoren, S. 199-200
Namenregister, S. 201-207