Soziale Netzwerke im spätmittelalterlichen Wien. Geschlecht, Verwandtschaft und Objektkultur

Projektleiterin: Univ.-Prof. Mag. Dr. Christina Lutter

Projektteam:

 

Projektbeschreibung

Laufzeit: 01.10.2020-30.09.2021

Was hielt Menschen in mittelalterlichen Städten zusammen? Welche Formen von Zugehörigkeit verbanden Sie? Urkunden und Verwaltungsquellen dokumentieren die Verflechtung städtischer Gruppen in quantitativ relevanten Mengen. Basierend auf einem von der Stadt Wien geförderten Pilotprojekt erfassen wir den Bestand der sog. Wiener „Testamentbücher“ (präziser: Stadtbücher, 1395-1430) systematisch in Hinblick auf Verwandtschaft- und Geschlechterbeziehungen, Gütergemeinschaften und Jenseitsökonomie. Das Projekt verknüpft in innovativer Weise Prosopographie, Soziale Netzwerkanalyse und Digital Humanities und leistet so zudem einen Beitrag zur Optimierung der Datenstruktur sowie der Editor- und Service-Funktionen von monasterium.net, der größten virtuellen Urkundendatenbank Europas.

 

Publikationen

Christina Lutter, Daniel Frey, Herbert Krammer und Korbinian Grünwald, Soziale Netzwerke im spätmittelalterlichen Wien. Geschlecht, Verwandtschaft und Objektkultur, in: Medieval and Early Modern Material Culture Online (2021).

Christina Lutter, Stadt und Gemeinschaft. Schenkungen und Stiftungen als Quellen sozialer Beziehungsgeflechte im spätmittelalterlichen Wien, in: Mitteilungen der Residenzenkommission Göttingen (2020), 26-40.

Herbert Krammer, Grundbesitz und Klosterwirtschaft der Wiener Zisterzienserinnen von St. Niklas im späten Mittelalter, in: NÖLA. Mitteilungen des Niederösterreichischen Landesarchivs 19 (2020), 261–306.

Daniel Frey und Herbert Krammer, Ein Frauenkloster und seine sozialen Beziehungs- geflechte in städtischen und ländlichen Räumen. Die Zisterzienserinnen von St. Niklas bei Wien im 13. und 14. Jahrhundert, in: Orden und Stadt, Orden und ihre Wohltäter, hg. von Jiří M. Havlík, Jarmila Hlaváčková und Karl Kollermann (Monastica historia 4, Prag und St. Pölten 2019), 384–420.