Geschichte der Edition

Stand der Edition

Als 1952 Leo Santifaller, der damalige Vorstand des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, die Initiative zur Edition der sogenannten Originalregister Papst Innocenz' III. ergriff, konnte er an eine seit langem im Umkreis des Instituts gepflegte Forschungsrichtung anknüpfen. 1885 veröffentlichte Emil von Ottenthal im ersten Ergänzungsband der Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung seine bis heute grundlegende Studie über "Die Bullenregister Martin V. und Eugen IV." 1, der noch eine Reihe weiterer Arbeiten aus diesem Gebiet folgen sollten. Während diese Publikationen mit der damaligen Zielsetzung des "Istituto Austriaco di Studii Storici", nämlich der Erforschung des päpstlichen Urkunden- und Kanzleiwesens sowie der kurialen Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte vom 13. bis zum 16. Jahrhundert im Zusammenhang standen und in zahlreichen zum Teil überaus qualitätvollen Einzelstudien ihren Niederschlag fanden 2, entwickelte Leo Santifaller nach der Wiedererrichtung des Österreichischen Kulturinstituts in Rom, die in den Jahren 1949/50 erfolgt war, und dem Neubeginn der wissenschaftlichen Arbeiten im Jahre 1952 den Plan einer Edition der Vatikanregister 4, 5, 7 und 7A, d. h. der aus den ersten zwölf Jahren des Pontifikats Innocenz' III. in diesen Bänden überlieferten meist amtlichen Briefe oder - wenn diese nicht mehr erhalten sind, was für einen Teil des dritten Jahrgangs und das vierte Pontifikatsjahr der Fall ist - der ihren Inhalt kurz wiedergebenden Rubrizellen 3. Die Wahl gerade dieser Bände entsprang verschiedenen Motiven. Einmal hatte sie die große Edition der Papstregister des 13. Jahrhunderts durch die École Française de Rome, die mit Gregor IX. einsetzt, ausgespart, obwohl mit Innocenz III. die fortlaufende Reihe dieses Quellenbestandes beginnt 4. Doch liegt ein Druck der Briefe dieses Papstes in Mignes Patrologia Latina 214 - 216 vor, so daß eine Neuedition nicht unbedingt dringlich erscheinen mochte. Ferner hat in den späten vierziger Jahren unseres Jahrhunderts der langjährige Professor für Kirchengeschichte an der Pontificia Università Gregoriana, P. Friedrich Kempf S.J., über diese Handschriften eine methodisch exemplarische Studie veröffentlicht, der er eine auf deren Ergebnisse fußende Neuedition des sogenannten Thronstreitregisters folgen ließ 5. Er wies auch 1952 Santifaller auf die neue Aufgabe hin und begleitet sowie fördert bis heute das Unternehmen mit zahlreichen Ratschlägen 6.

Eine moderne Edition der Register Innocenz' III. ist seit langem ein Desiderat der Forschung. Immer wieder wird dazu das dictum Johannes Hallers zitiert, wonach "der Nachlaß des größten Papstes vom Editionseifer neuerer Tage, der sich auch geringerer Stoffe gern annimmt, bis heute vernachlässigt worden ist" 7. Die schon erwähnte Edition Mignes beruht nämlich auf älteren Drucken des 16. und 17. Jahrhunderts, die nur zum Teil auf die Originalhandschriften zurückgehen 8. Sie bieten einen unkritischen Text ohne Hinweis auf die Entstehung der Quelle, die Art der Registrierung, die Korrekturen, Nachträge, Randvermerke usw. Außerdem fehlen verschiedene Briefe, und dazu haben die jeweiligen Herausgeber oft nach Gutdünken Emendationen des Textes vorgenommen 9. Unberücksichtigt blieben selbstverständlich alle Korrekturen und Nachträge in den Handschriften, die manchmal Rückschlüsse auf die Art der Registervorlage, wie etwa Konzepte zulassen 10, über die Entstehung der Texte Aufschluß geben 11 oder auf spätere redaktionelle Änderungen und deren politische und juridische Gründe hinweisen, womit bisweilen neue Erkenntnisse über die politischen und administrativen Intentionen des Papstes möglich werden 12. Daher hatte man schon des öfteren eine wissenschaftliche Edition der Register Innocenz' III. erwogen 13, doch erst Leo Santifaller brachte sie, wie schon ausgeführt, 1952 in Gang. Schon von Anfang an begleiteten sie eine Reihe von Einzelstudien, die sich mit der Frage einer fortlaufenden Registerführung 14, der Registervorlage (Original oder Konzept) 15, der Datierung von Briefen, deren Eintrag in der entsprechenden Handschrift ohne Datum geblieben war 16, ferner der Auswahl der in die Register zu kopierenden Stücke 17 und der Bedeutung einzelner dort angebrachter Randzeichen für die damals im Entstehen begriffenen Dekretalensammlungen 18 beschäftigten.

Das alles stand im Rahmen der von Ottenthal in seiner genannten Arbeit begründeten Methode 19, führte aber zugleich zu einer im Laufe der Jahre immer stärker werdenden Behandlung inhaltlicher Probleme des mittelalterlichen Papsttums mit besonderer Berücksichtigung des Pontifikats Innocenz' III.; eine Behandlung, die zum Teil mit editorischen Fragen zusammenhing, sich aber bald davon löste. Zur ersten Kategorie sind Studien zu rechnen, die etwa auf einem Textunterschied zwischen dem Registereintrag und der Überlieferung desselben Textes im Liber Extra Gregors IX. zurückgehen 20, der juridisch-politischen Interpretation eines Briefes dienen 21 oder die Registrierung von Schreiben politischen Inhalts im Zusammenhang mit dem Entschluß des Papstes zur Parteinahme im deutschen Thronstreit betreffen 22. Zum zweiten, allgemeineren Teil sind etwa die beiden Monographien Werner Maleczeks zu nennen, die das Problem "Papst und Kardinalskolleg" am Ende des 12. und zu Beginn des 13. Jahrhunderts sowohl im allgemeinen als auch am Beispiel einer Einzelpersönlichkeit behandeln, wobei auch die "Abirrung" des vierten Kreuzzugs eine neuerlich Darstellung erfährt 23. Einigen anderen Mitarbeitern des Papstes bei der Regierung der Kirche wurden gleichfalls biographische Studien gewidmet 24. Dazu kommen verschiedene Ergänzungen zum Gesamtbriefcorpus Innocenz' III. 25 und ferner Spezialstudien zu seiner juridisch-politischen 26 und theologischen 27 Vorstellungswelt sowie zur Regierungspraxis im geistlichen 28 und weltlichen 29 Bereich. Arbeiten über die entsprechenden päpstlichen Aktivitäten in spiritualibus et temporalibus runden das Bild ab 30.

Eine laufende Auswertung der Register sowohl in formal-diplomatischer als auch in allgemein inhaltlicher Hinsicht begleitete also die Editionsarbeiten. Den verschiedenen, sowohl die Interpretation einzelner Briefe als auch den Gesamtzusammenhang der Regierung des Papstes betreffenden Bemühungen kam in starkem Ausmaß die Kenntnis der hochmittelalterlichen Kanonistik zugute, denn ohne die an den Universitäten gelehrte sowie in Glossen und Summen niedergelegte Kommentierung des Decretum Gratiani wäre es in vielen Fällen nicht möglich gewesen, Korrekturen in der Handschrift oder den Rechtsgehalt verschiedener Schreiben zu deuten 31. Besonders die Arbeiten Friedrich Kempfs, der die Thronstreitpolitik des Papstes mit Hilfe des intellektuellen Hintergrundes, wie er sich in den Lehrmeinungen der Kanonisten manifestierte, auf neue Weise zur Darstellung brachte 32, und Alphons Sticklers 33 und seiner Schüler waren in dieser Beziehung vorbildlich und hilfreich. Ähnliches gilt von Brian Tierneys Buch über die Entstehung des Konziliarismus im kirchlichen Denken 34.

Othmar Hageneder

Letzte Änderung: Mai 2005
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Anmerkungen:

(1) Emil von Ottenthal, Die Bullenregister Martin V. und Eugen IV., in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Ergänzungsband 1 (Innsbruck 1885), 401-589. Vgl. dazu Karl Rudolf, Geschichte des Österreichischen Historischen Instituts in Rom von 1881 bis 1938, in: Römische Historische Mitteilungen 23 (1981) 15, zu den übrigen Registerforschungen in den Jahren nach 1881 ebd. 11, 20f.

(2) Vgl. etwa Leo Santifaller, Die Abteilung für Historische Studien (Sezione di Studii Storici) des österreichischen Kulturinstituts in Rom, in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 64 (1956) 443; Ders., Das Österreichische Historische Institut in Rom und die Abteilung für Historische Studien des Österreichischen Kulturinstituts in Rom, in: Römische Historische Mitteilungen 1 (1956/57) 10, 30.

(3) Leo Santifaller, Studien und Vorarbeiten zur Edition der Register Papst Innocenz' III. Vorbemerkung, in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 65 (1957) 283; Ders., Vorwort zu: Die Register Innocenz' III. 1. Pontifikatsjahr, 1198/99, Texte, bearb. v. Othmar Hageneder und Anton Haidacher (Publikationen der Abteilung für Historische Studien des Österreichischen Kulturinstituts in Rom, II. Abteilung: Quellen, I. Reihe, 1, Graz/Köln 1964) VIIIf.; Ders., Bericht über die Ausgabe der Register Papst Innocenz' III., in: Anzeiger der phil.-hist. Kl. der Österr. Akademie d. Wiss. 102 (1965) 141. Über die Wiedererrichtung des römischen Instituts und den Beginn der wissenschaftlichen Arbeiten an ihm siehe Heinrich Schmidinger, Die historischen Studien und deren Abteilung am Österreichischen Kulturinstitut in Rom nach dem Zweiten Weltkrieg, in: Römische Historische Mitteilungen 23 (1981) 140-147, 169.

(4) Thomas Frenz, I documenti Pontifici nel Medioevo e nell'Età moderna. Edizione italiana a cura di Sergio Pagano (Scuola Vaticana di Paleografia, Diplomatica e Archivistica: Subsidia Studiorum I, Città del Vaticano 1989) 104f.
§ 171.

(5) Friedrich Kempf, Die Register Papst Innocenz'III. Eine paläographisch-diplomatische Untersuchung (Miscellanea Historiae Pontificiae 9, Roma 1945); Regestum Innocentii III papae super negotio Romani imperii, herausg. v. Friedrich Kempf(Miscellanea Historiae Pontificiae 12, Roma 1947).

(6) Zu Friedrich Kempf vgl. Jürgen Petersohn, Laudatio zum 50. Doktorjubiläum von Friedrich Kempf, in: Prof. Friedrich Kempf zur 50. Wiederkehr seiner Promotion in Marburg (1983) 8-21, zu Leo Santifaller etwa die Nachrufe Heinrich Appelts in Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 82 (1974) 556-560 und in Deutsches Archiv 30 (1974) 640-642; Nikolaus Grass' in Zeitschrift für Rechtsgeschichte 94 kanonistische Abteilung 63 (1977) 468-472 und Harald Zimmermanns in Almanach der Österreichischen Akademie der Wissenschaften 125 (1975) 478-502. Vgl. ferner Heinrich Appelt, Ostdeutsche Gedenktage 1990, Persönlichkeiten und historische Ereignisse, 138-141.

(7) Johannes Haller, Das Papsttum. Idee und Wirklichkeit 3 (1962) 530; rde 225/226 (Einbek bei Hamburg 1965) 389.

(8) Helmuth Feigl, Die Überlieferung der Register Papst Innocenz' III. (Handschriften und Druckausgaben), in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 65 (1957) 263-291.

(9) Vgl. Register Innocenz' III. 1 Z. 5 (Br. I 3 fehlt in den früheren Editionen; s. auch Feigl, wie Anm. 8, 265f.), Br. I 10 Anm. e, f-f, Br. I 401 Anm. d.

(10) Z. B. Die Register Innocenz' III. 2. Pontifikatsjahr: Texte, bearb. v. Othmar Hageneder, Werner Maleczek und Alfred A. Strnad (Publikationen der Abteilung für Historische Studien des Österreichischen Kulturinstituts in Rom, II. Abteilung: Quellen, I. Reihe, 2, Rom/Wien 1977) Br. II 72 (75) Anm. v-v, x-x.

(11) Z. B. Br. I 170 Anm. f-f, I 554 (557) Anm. r-r, s-s. Vgl. Othmar Hageneder, Die äußeren Merkmale der Originalregister Innocenz' III., in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 65 (1957) 309-313, 315-320.

(12) Z. B. Br. I 10 Anm. e, I 14 Anm. g-g, I 24 Anm. b-e, I 139 Anm. b-b, I 313 Anm. f, I 401 Anm. d, e; Br. II 199 (208) Anm. b-b. Vgl. dazu Othmar Hageneder, Exkommunikation und Thronfolgeverlust bei Innocenz III., in: Römische Historische Mitteilungen 2 (1959) 9-50; Ders., Zur Dekretale "Quante presumptionis" (X V,39,47), in: Römische Historische Mitteilungen 6/7 (1964) 352f.; Ders., Zur Rechtsstellung der Abtei Vézelay um 1200, in: Römische Historische Mitteilungen 8/9 (1966) 89-100; Stephen Horwitz, Reshaping a Decretal Chapter: Tua nobis and the Canonists, in: Law, Church, and Society. Essays in Honor of Stephan Kuttner (Philadelphia 1977) 211f.; Othmar Hageneder, Das Sonne-Mond-Gleichnis bei Innocenz III. Versuch einer teilweisen Neuinterpretation, in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 65 (1957) 340-368.

(13) Eine solche plante zeitweilig, vielleicht unter der Mitarbeit von Wilhelm M. Peitz, Paul Maria Baumgarten. Vgl. dessen "Römische und andere Erinnerungen" (Düsseldorf 1927) 397.

(14) Othmar Hageneder, Über "Expeditionsbündel" im Registrum Vaticanum 4, in: Römische Historische Mitteilungen 12 (1970) 111-124.

(15) Othmar Hageneder, Quellenkritisches zu den Originalregistern Innocenz' III., in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 68 (1960) 128-139.

(16) Othmar Hageneder, Zur Datierung des Briefes Innocenz' III. für Montefiascone von 1198 (I 361), in: Römische Historische Mitteilungen 3 (1960) 129-131.

(17) Helmuth Feigl, Die Registrierung der Privilegien unter Papst Innocenz III., in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 68 (1960) 114-127.

(18) Kurt Peball, Zu den kanonistischen Randzeichen im Register Papst Innocenz' III. Reg. Vat. 4-7A), in: Römische Historische Mitteilungen 1 (1958) 77-105.

(19) Dazu gehören besonders dessen Ausführungen hinsichtlich der Bedeutung des Neuansatzes für das Problem einer fortlaufenden Registrierung in Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Ergänzungsband 1, 535. Vgl. dazu Wilhelm M. Peitz, Das Originalregister Gregors VII. im Vatikanischen Archiv (Reg. Vat. 2) nebst Beiträgen zur Kenntnis der Originalregister Innocenz' III. und Honorius III. (Reg. Vat. 4-11), in: Sitzungsberichte der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien, philosophisch-historische Klasse 165/5 (1911) 33f.; Friedrich Kempf, Zu den Originalregistern Innocenz' III. Eine kritische Auseinandersetzung mit Friedrich Bock, in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 36 (1956) 105-110. Kritisch dagegen Christopher R. Cheney, The Study of Medieval Papal Chancery (Glasgow 1966) 27f.

(20) Othmar Hageneder, Studien zur Dekretale "Vergentis" (X V,7,10). Ein Beitrag zur Häretikergesetzgebung Innocenz' III., in: Zeitschrift für Rechtsgeschichte 80 kanonistische Abteilung 49 (1963) 138-173.

(21) Othmar Hageneder, Über das Privilegium fori bei Innocenz III., in: Studia Gratiana 11 (Collectanea Stephan Kuttner 1, 1967) 449-459.

(22) Othmar Hageneder, Zur Entstehung des Thronstreitregisters Papst Innocenz' III. und dessen Eingreifen in den deutschen Thronstreit, in: Römische Kurie. Kirchliche Finanzen. Vatikanisches Archiv. Studien zu Ehren von Hermann Hoberg (Miscellanea Historiae Pontificiae 45/1, Città del Vaticano 1979) 275-280.

(23) Werner Maleczek, Papst und Kardinalskolleg von 1191 bis 1216. Die Kardinäle unter Coelestin III. und Innocenz III. (Publikationen des Historischen Instituts beim Österreichischen Kulturinstitut in Rom, I. Abteilung: Abhandlungen 6, Wien 1984); Ders., Petrus Capuanus. Kardinal, Legat am vierten Kreuzzug, Theologe (gest. 1214) (Publikationen des Historischen Instituts beim Österreichischen Kulturinstitut in Rom, I. Abteilung: Abhandlungen 8, Wien 1988); italienisch Amalfi 1998.

(24) Anton Haidacher, Magister Opizo von Asti, Erzbischof von Cosenza. Biographisch-genealogische Anmerkungen, in: Festschrift Karl Pivec (Innsbrucker Beiträge zur Kulturwissenschaft 12, Innsbruck 1966) 141-151; John C. Moore, Peter of Lucedio (Cistercian Patriarch of Antioch) and Pope Innocent III., in: Römische Historische Mitteilungen 29 (1987) 221-249.

(25) Anton Haidacher, Beiträge zur Kenntnis der verlorenen Registerbände Innocenz' III. Die Jahrgänge 3-4 und 17-19 der Hauptregisterreihe und die ursprüngliche Gestalt des Thronstreitregisters, in: Römische Historische Mitteilungen 4 (1961) 37-62; Alfred A. Strnad, Zehn Urkunden Papst Innocenz' III. für die Kartause San Bartolomeo zu Trisulti (1208-1215), in: Römische Historische Mitteilungen 11 (1969) 23-58; Werner Maleczek, Ein unbekannter Brief König Leos II. von Armenien an Papst Innocenz III., in: RHM 13 (1971) 13-25; Ders., Ein Brief des Kardinals Lothar von SS. Sergius und Bacchus (Innocenz III.) an Kaiser Heinrich VI., in: Deutsches Archiv 38 (1982) 563-576.

(26) Anton Haidacher, Über den Zeitpunkt der Exkommunikation Ottos IV. durch Papst Innocenz III. Eine historisch-kanonistische Untersuchung, in: Römische Historische Mitteilungen 3 (1960) 132-185; Ders., Zur Exkommunikation Ottos IV. durch Papst Innocenz III., in: Römische Historische Mitteilungen 4 (1961) 26-36; Ders., Zum Zeitpunkt der Exkommunikation Kaiser Ottos IV. durch Papst Innocenz III. Replik zu: Helene Tillmann, Datierungsfragen zur Geschichte des Kampfes zwischen Papst Innocenz III. und Kaiser Otto IV., in: Römische Historische Mitteilungen 11 (1969) 206-209; Othmar Hageneder, Mandatum und Praeceptum im politischen Handeln Papst Innocenz' III., in: Proceedings of the Sixth International Congress of Medieval Canon Law, Berkeley 1980 (Monumenta Iuris Canonici C, 7, Città del Vaticano 1985) 377-390.

(27) Christoph Egger, Papst Innocenz III. als Theologe. Mit besonderer Berücksichtigung seiner Eucharistielehre (X 3.41.6,8), in: Archivum Historiae Pontificiae 30 (1992) 55-123; Ders., Dignitas und Miseria. Überlegungen zu Menschenbild und Selbstverständnis Papst Innocenz' III., in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 105 (1997) 330-345; Ders., Papst Innocenz III. und die Veronica. Geschichte, Theologie, Liturgie und Seelsorge, in: The Holy Face and the Paradox of Representation. Papers from a Colloquium held at the Bibliotheca Hertziana, Rome and the Villa Spelman, Florence, 1996. Ed. Herbert L. Kessler and Gerhard Wolf (Villa Spelman Colloquia 6, Bologna 1998) 181-203.

(28) Brigitte Meduna, Studien zum Formular der päpstlichen Justizbriefe von Alexander III. bis Innocenz III. (1159-1216): Die non obstandtibus-Formel (Sitzungsberichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, philosophisch-historische Klasse 536, Wien 1989); Dies., Ein Versuch zur Bekämpfung erschlichener Rechtstitel in der päpstlichen Kanzlei des hohen Mittelalters. Die "non obstantibus"-Formel in päpstlichen Justizbriefen von Alexander III. bis Innocenz III., in: Fälschungen im Mittelalter 2 (Schriften der Monumenta Germaniae Historica 33/2, Hannover 1988) 375-395.

(29) Christian Lackner, Studien zur Verwaltung des Kirchenstaates unter Innocenz III., in: Römische Historische Mitteilungen 29 (1987) 127-214.

(30) Alexander Seibold, Livland, Ostpreußen und Finnland in den Briefen Innocenz' III. Edition mit einer wissenschafts- und provenienzgeschichtlichen Appendix (masch. Staatsprüfungsarbeit am Institut für Österreichische Geschichtsforschung, Wien 1989); John C. Moore, Pope Innocent III, Sardinia and the Papal State, in: Speculum 62 (1987) 81-101.

(31) So etwa Hageneder, Exkommunikation und Thronfolgeverlust (wie Anm. 12), Privilegium fori (wie Anm. 21), Mandatum und Praeceptum (wie Anm. 26); Haidacher, Exkommunikation Ottos IV. (wie Anm. 26).

(32) Friedrich Kempf, Papsttum und Kaisertum bei Innocenz III. Die geistigen und rechtlichen Grundlagen seiner Thronstreitpolitik (Miscellanea Historiae Pontificiae 19, Roma 1954) bes. 194-252.

(33) Z. B. Alphons Stickler, Imperator vicarius pape. Die Lehren der französisch-deutschen Dekretistenschule des 12. und beginnenden 13. Jahrhunderts über die Beziehungen zwischen Papst und Kaiser, in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 62 (1954) 165-212.

(34) Brian Tierney, Foundations of the Conciliar Theory. The Contribution of the Medieval Canonists from Gratian to the Great Schism (Cambridge Studies in Medieval Life and Thought, ns. 4, Cambridge 1955).